Orchester

Die CAMERATA ZÜRICH wurde 1957 vom Schweizer Dirigenten Räto Tschupp gegründet. Sie spielt mit über hundert Ur- und Erstaufführungen eine wichtige Rolle für die zeitgenössische Musik in der Schweiz. Darüber hinaus ist das Orchester für das Entstehen eines modernen Schweizer Kammerorchesterrepertoires mit verantwortlich. Neben neuer Musik bilden selten gespielte, oft auch wiederentdeckte Werke der Klassik und Romantik den Schwerpunkt des Orchesterrepertoires. 
Das Orchester hat Pionierarbeit im Bereich der Musikvermittlung geleistet und mehrere innovative Projekte ins Leben gerufen, die heute einen wichtigen Bestandteil der Konzertaktivität bilden. Dazu gehören der landesweit einzigartige Kompositionswettbewerb für Kinder und Jugendliche, das Schulprojekt Camerata@School sowie der Camerata Club, ein musikpädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche.
Die CAMERATA ZÜRICH ist ausserdem mit regelmässigen Gastkonzerten im In- und Ausland präsent. Das Orchester pflegt künstlerische Partnerschaften mit international renommierten Solisten wie: Sergio Azzolini, Reto Bieri, Maurice Bourge, Patrick Demenga, Ilya Gringolts, Kim Kashkashian, Patricia Kopatschinskaya, Thomas Larcher, Anja Lechner, Lauwrence Power, Thomas Zehetmair, Tabea Zimmermann und das Hilliard Ensemble.
Nach dem Tod Räto Tschupps wirkte Marc Kissóczy neun Jahre als Chefdirigent. Seit der Saison 2011/12 ist der international renommierte Cellist und Komponist Thomas Demenga künstlerischer Leiter des Orchesters.

 

 

Konzertmeister und Leitung
Igor Karsko

Violine
Jeannine Brechbühler
Nina Candik
Angelika Caspar
Pascal Druey (Stimmführer 2. Violine)
Matthias Müller
Melinda Stocker
N.N.

Viola
Hannes Bärtschi (Stimmführer)
Hugo Bollschweiler
Ursina Staub

Cello
Jonas Iten (Stimmführer)
Hitomi Niikura* (Stimmführerin)
Giulia Ajmone-Marsan
Ekachai Maskulrat*
Joonas Pitkänen*

Kontrabass
Ivo Schmid (Stimmführer)

* Ständige Zuzüger


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Thomas Demenga, Künstlerischer Leiter


1954 in Bern geboren, international renommierter Solist, Komponist und Pädagoge, gehört zu den herausragenden Cellisten und Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Thomas Demenga konzertiert als Kammermusiker und Solist an vielen wichtigen Festivals und Musikzentren der Welt, Auftritte in zahlreichen Konzerten mit MusikerkollegInnen wie Heinz Holliger, Gidon Kremer, Thomas Larcher, Hansheinz Schneeberger, Tabea Zimmermann. Er wird von namhaften Orchestern wie Berliner Sinfonie-Orchester, Boston Symphony Orchestra, L’Orchestre de la Suisse Romande, ORF-Symphonieorchester Wien, Tonhalle-Orchester Zürich und Zürcher Kammerorchester als Solist engagiert. Intensive Auseinandersetzung und Austausch von Interpretation und Kreation in den verschiedenen Stilepochen. Improvisation und Neue Musik sind wichtige Aspekte in seiner künstlerischen Arbeit.
Dozent an der Hochschule für Musik in Basel. «artiste étoile» am Lucerne Festival Sommer 2003. Von 2001 bis 2006 Intendant des Davos Festival «young artists in concert». Aufführungen seines Doppelkonzertes für zwei Celli in Lausanne, Bern, Zürich Tonhalle, Kronberg Cello Festival, Los Angeles Cello Festival mit seinem Bruder Patrick Demenga. 2007/08 Composer in Residence beim Orchestre de Chambre de Lausanne. Komponierte das Pflichtstück für den Grand Prix Emanuel Feuermann 2010 in Berlin. Ab 2011 künstlerischer Leiter der Camerata Zürich. 2012/13 Gesamtaufführung der Bach Solosuiten kombiniert mit modernen Solowerken in der Wigmore Hall London. Die zahlreichen CDs, erschienen bei ECM New Series, dokumentieren seine künstlerische Arbeit auf eindrucksvolle Weise.

Igor Karsko, Konzertmeister


Igor Karsko studierte bei K. Petroczi am Konservatorium Kosice und an der Musikakademie Prag bei Jiri Tomasek. 1991 wurde er von Lord Yehudi Menuhin an die Menuhin – Akademie in Gstaad eingeladen. Er war Mitglied der Camerata Lysy und des Gustav Mahler Jugendsinfonieorchester unter Claudio Abbado sowie Konzertmeister der Staatlichen Philharmonie Kosice. Seit 1991 ist er Mitglied des "The Serenade Strings Trios", welches u. a. erste Preise an den Internationalen Kammermusikwettbewerben von Caltanissetta 1991und Trapani (IT) gewann.
Er ist Co-Leiter des Kammermusikfestivals Convergence, Konzertmeister der Camerata Zürich, Gastkonzertmeister beim Zürcher Kammerorchester und den Musiciens du Louvre mit Marc Minkowski sowie Mitbegründer des Barockensembles La Gioconda, mit welchem er mehrere erfolgreiche Opernproduktionen realisierte. Zwischen 1993 und 2012 war er 1. Konzertmeister des Luzerner Sinfonieorchesters.
Igor Karsko wirkt als Dozent an der Musikhochschule in Luzern und befasst sich intensiv mit der Barockgeige und der historischen Auführungspraxis. Er spielt die berühmte Violine "Il Viotti von Lorenzo Storioni (Cremona 1768) und eine Barockgeige von Nicola Gagliano.